Ernährung nach den 5 Elementen (Wandlungsphasen)



Ernährung auf der Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin Die 5 Elemente oder Wandlungsphasen (Holz – Feuer – Erde – Metall – Wasser) stellen eine der spannendsten und zugleich wichtigsten Grundlagen für eine ganzheitliche Weltanschauung dar. In der Ernährungslehre ergibt sich ein umfassend ganzheitlicher Ansatz, in dem das Prinzip des Ausgleichs viele Ernährungsvorschriften ersetzt.

Die chinesische Ernährungslehre beinhaltet jedoch noch wesentlich mehr: 1. Sie vermittelt uns die Prinzipien einer gesunden Lebensführung. Der zentrale Gedanke dabei ist der des Ausgleichs von energetischen Ungleichgewichten, der Harmonisierung der körpereigenen Energien. 2. Sie weiß um die energetische Qualität von Nahrungsmitteln. Das Wissen um die Heilkraft der Nahrungsmittel, das bei uns nur mehr bruchstückhaft tradiert ist, ist in China seit Jahrtausenden weitergegeben worden und in ein komplexes, wissenschaftliches System integriert. Um einem möglichen Missverständnis gleich entgegenzuwirken: Es geht dabei nicht um den Einsatz exotischer Nahrungsmittel, sondern um das Wissen, wie unsere täglich verwendeten Nahrungsmittel beschaffen sind, welche Wirkung sie im Organismus entfalten. 3. Jedes Nahrungsmittel hat eine thermische Wirkung, d.h. es wärmt oder kühlt den Organismus. Z. B. Orangen, Bananen, Tomaten und Gurken wirken kühlend, während Lammfleisch, Hafer, Fenchel und viele Gewürze den Körper wärmen. 4. Nahrungsmittel wirken auf einen oder mehrere „Funktionskreise“ - so nennt man einen ganzen Komplex von zusammengehörenden Körperteilen, Funktionen und einer Energieleitbahn (Meridian). Z. B. Weizen hat u. a. eine Wirkung auf den Funktionskreis „Herz“: er beruhigt das Herz, hemmt Schwitzen, kühlt Hitze im Organismus und wirkt auf der psychischen Ebene gegen innere Unruhe. 5. Bei vielen Nahrungsmitteln lässt sich auch feststellen, in welche Richtung sich die energetische Wirkung entfaltet - z. B. Milch senkt das Qi (=Lebensenergie) im Körper ab, Knoblauch hebt Qi an – und wo das Nahrungsmittel wirksam ist – z.B. wirkt Zimt an der Körperoberfläche und Melanzani in der Tiefe. Auch der Geschmack von Nahrungsmitteln ist dafür ein Indikator. Wie sieht die Ernährung auf Basis der 5 Wandlungsphasen aus? Grundsätzlich gibt es einige Richtlinien für eine bekömmliche und gesunde Ernährung, die nicht nur in der chinesischen Ernährungslehre Gültigkeit besitzen: die Speisen sollten aus vollwertigen, qualitativ hochwertigen Produkten bestehen und bekömmlich zubereitet sein, zur richtigen Zeit, in angemessener Menge und in angenehmer Atmosphäre genossen werden.


Darüber hinaus setzt die chinesische Ernährungslehre noch besondere Schwerpunkte: 1. Kochen ist wichtig: die TCM-Ernährung geht davon aus, dass langes Kochen (von Suppen, Getreide oder Eintöpfen beispielsweise) die energetische Qualität der Speise und damit den Nutzen für den Organismus erhöht. Gleichzeitig wird der Verdauungstrakt entlastet. Da Kochen Zeit braucht, bedarf es einer Umstellung in der Organisation der Kochabläufe. 2. Die Ernährung nach der TCM räumt Getreide und Hülsenfrüchten einen hohen Stellenwert ein. Zusammen mit den vielen Gemüsesorten, Pilzen, Nüssen, Samen und Früchten entsteht eine Fülle an wertvollen, den Körper kräftigenden Speisen. Der Verzehr von Fleisch wird nicht abgelehnt, dient aber primär dazu, Mangelzustände zu beheben oder erhöhten Bedarf (an Qi, Blut, Säften) zu decken (wie z.B. Hühnersuppe mit Wurzelgemüse nach der Entbindung). 3. Die TCM-Ernährung richtet sich nach den Jahreszeiten, indem sie die Nahrungsmittel ihrer thermischen und sonstigen Wirkungen entsprechend auf die jeweiligen äußeren Bedingungen abstimmt, d.h. nicht nur Hitze oder Kälte können mit der Nahrung ausgeglichen werden, sondern auch feuchtes, trockenes oder windiges Wetter. 4. Die chinesische Ernährung ist auf das individuelle Zustandsbild abgestimmt: Wer über die einzelnen Nahrungsmittel Bescheid weiß, kann sie als Regulatoren für innere – körperliche und emotionale – Zustände einsetzen, sein Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen. Bei Anflügen von Erkältungskrankheiten beispielsweise können Nahrungsmittel auch als Hausmittel eingesetzt werden, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Sollten jedoch medizinische Maßnahmen notwendig geworden sein, so wird die richtige Wahl der Nahrungsmittel den Heilungsprozess unterstützen. Dieser Artikel wurde von der Homepage der TQGÖ entnommen.

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