Die Acht Brokatübungen

Die „Acht Brokatübungen“ sind im Westen seit Jahrzehnten sehr beliebt und zählen zu den bekanntesten Übungen des Qigong. Anfänger schätzen die klare Strukturiertheit und einfache Erlernbarkeit dieser Übungen. Fortgeschrittene entdecken immer mehr die Möglichkeiten, den Körper zu dehnen und von innen heraus durchlässig zu machen. Damit geht eine erhöhte Leichtigkeit und Leistungsfähigkeit im Alltag einher.

Die Bewegungen weiten und dehnen den Rumpf, die Arme und die Beine, die Atmung wird angeregt und vertieft. Einige Übungen werden in tieferen Schrittstellungen ausgeführt um die Beine zu kräftigen. Teilnehmer schätzen oft die sehr effektive und entspannte Form der Weitung und Durchlässigkeit im gesamten Körper. Ein wichtiger Bestandteil ist der Einsatz der klaren Intention (Yi) in den Übungen, die Wirkung der einzelnen Bewegungen wird auf diese Weise enorm gesteigert. Jede der acht Übungen des Ba Duan Jin (Baduanjin) hat einen speziellen Schwerpunkt und zielt auf die Gesundung und Harmonisierung von Organen, Energieleitbahnen und Gefäßen ab. Positive Wirkungen stellen sich bald ein, egal ob einzelne Übungen oder die ganze Abfolge geübt wird.

Neben den Brokatübungen im Stehen gibt es auch eine Abfolge in sitzender Position. Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen stammen aus der Zeit der Song Dynastie (960 – 1279) und sind etwa 900 Jahre alt. Der legendäre Marschall Yue Fei (1103 – 1142) soll diese Übungen zusammengestellt haben, es heißt, er habe sie zur Verbesserung der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit seiner Soldaten eingeführt.
Bedingt durch die lange Geschichte gibt es diverse Ausführungsformen, die alle ihre Berechtigung haben, sofern die Grundprinzipien des Qigong zur Anwendung kommen.
Wir unterrichten eine Ausführung, welche sich an den überlieferten Original-Anweisungen orientiert. Die acht Brokatübungen werden dem medizinischen Qigong zugerechnet.

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